Zertifizierte Brandschutzfachkraft Max Hüfner: Lehrgang am BZB Krefeld
- Hüfner GmbH
- 25. Nov. 2019
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 6 Tagen
Vom 25. bis 30. November 2019 nahm Max Hüfner am Lehrgang zur zertifizierten Brandschutzfachkraft teil. Der Kurs fand am Bildungszentrum Bau in Krefeld statt und umfasste insgesamt 60 Unterrichtsstunden. Mit dem Lehrgang wurden fachliche Grundlagen und praxisbezogene Kenntnisse vermittelt, die für den baulichen und anlagentechnischen Brandschutz im Bauwesen relevant sind. Für uns als Hüfner Isolierungen GmbH ist die strukturierte Auseinandersetzung mit Brandschutzanforderungen ein fester Bestandteil der täglichen Ausführung.
Das BZB Krefeld als Bildungszentrum für das Bauwesen
Das BZB Krefeld ist ein überregional tätiges Bildungszentrum für das Bau- und Ausbaugewerbe. Es bietet Aus- und Weiterbildungsformate für Fachkräfte, Meister, Bauleiter und technische Spezialisten an.Ein Schwerpunkt liegt auf praxisnahen Lehrgängen, die aktuelle Normen, gesetzliche Vorgaben und typische Baustellensituationen miteinander verbinden. Die Inhalte werden so aufbereitet, dass sie direkt in Planung, Ausführung und Kontrolle angewendet werden können.
Im Bereich Brandschutz fungiert das BZB als Schnittstelle zwischen theoretischen Grundlagen, normativen Anforderungen und der praktischen Umsetzung auf der Baustelle. Lehrgänge wie die Weiterbildung zur zertifizierten Brandschutzfachkraft richten sich insbesondere an Personen, die im Bauprozess Verantwortung für brandschutzrelevante Ausführungen tragen oder diese fachlich beurteilen müssen.
Aufbau und Inhalte des Lehrgangs zur zertifizierten Brandschutzfachkraft
Der Lehrgang zur zertifizierten Brandschutzfachkraft umfasste 60 Unterrichtsstunden und gliederte sich in mehrere inhaltliche Schwerpunkte. Zu Beginn wurden Grundlagen zur Brandentstehung und zum Brandverhalten vermittelt. Dabei ging es um physikalische und chemische Prozesse, typische Brandverläufe sowie die Auswirkungen auf Bauteile und Installationen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den rechtlichen Grundlagen. Behandelt wurden einschlägige Gesetze, Verordnungen, Normen und Richtlinien, unter anderem die Brandschutznorm DIN 4102. Ziel war es, brandschutztechnische Anforderungen nicht nur anzuwenden, sondern auch einzuordnen und zu bewerten.
Darauf aufbauend wurde die Rolle der zertifizierten Brandschutzfachkraft im Baukontext betrachtet. Der Fokus lag auf anwendungsbezogenem Fachwissen, das sowohl für die Planung als auch für die Ausführung und Kontrolle brandschutztechnischer Maßnahmen relevant ist.
Brandschutz an Bauteilen, Stützen und Trägern
Ein zentrales Themenfeld des Lehrgangs war der bauliche Brandschutz an tragenden und raumabschließenden Bauteilen. Dazu gehörten Stützen, Träger, Wände und Decken, die im Brandfall bestimmte Feuerwiderstandsklassen erfüllen müssen.
Vermittelt wurden Grundlagen zu Feuerwiderstandsdauern und deren Bedeutung für die Standsicherheit und den Raumabschluss. Dabei wurde auch auf unterschiedliche Schutzsysteme eingegangen, etwa Bekleidungen oder Ummantelungen von Stahlbauteilen.
Anhand typischer Ausführungssituationen wurden Problemstellungen aus der Praxis besprochen, zum Beispiel unzureichende Schichtdicken, fehlerhafte Anschlüsse oder nicht abgestimmte Systemkombinationen. Diese Beispiele verdeutlichten, wie wichtig eine saubere, normgerechte Ausführung für den funktionierenden baulichen Brandschutz ist.
Brandschutz an Leitungs- und Lüftungsanlagen
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Brandschutz an Leitungs- und Lüftungsanlagen. In diesem Bereich treffen verschiedene Gewerke aufeinander, was eine klare Abstimmung und eindeutige Ausführungsdetails erforderlich macht.
Behandelt wurden unter anderem:
Kabel- und Rohrabschottungen
Installationskanäle
Lüftungsleitungen und Brandschutzklappen
Im Lehrgang wurde erläutert, welche Anforderungen an Abschottungssysteme gestellt werden und wie diese im Brandfall wirken. Neben der technischen Funktion spielte auch die korrekte Dokumentation eine Rolle, da sie Grundlage für spätere Prüfungen und Abnahmen ist.
Die Schulungsinhalte machten deutlich, dass Brandschutz an Leitungsanlagen nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern immer Teil eines Gesamtkonzepts ist, das Planung, Ausführung und Kontrolle miteinander verbindet.
Decken-, Wandkonstruktionen und Bauwerksfugen
Komplexe Detailpunkte bildeten Decken- und Wandkonstruktionen sowie Bauwerksfugen. Gerade hier überschneiden sich häufig Anforderungen aus Brand-, Schall- und Wärmeschutz.
Im Lehrgang wurden brandschutztechnische Anforderungen an unterschiedliche Aufbauarten erläutert. Besonderes Augenmerk lag auf Bauwerksfugen, da sie im Brandfall Schwachstellen darstellen können, wenn sie nicht systemgerecht ausgeführt werden.
Besprochen wurden typische Ausführungsdetails sowie deren Bewertung im Hinblick auf Normen und Zulassungen. Dabei wurde auch auf Besonderheiten bei Bestandsbauten eingegangen, bei denen bestehende Konstruktionen an neue Brandschutzanforderungen angepasst werden müssen.
Übertragung der Lehrgangsinhalte in die Ausführungspraxis
Die vermittelten Inhalte dienen als fachliche Grundlage für die Bewertung und Umsetzung brandschutztechnischer Anforderungen auf der Baustelle. Sie unterstützen dabei, Ausführungsdetails einzuordnen, Planungsvorgaben nachzuvollziehen und Abweichungen frühzeitig zu erkennen.
In der Praxis erleichtert dieses Wissen die Abstimmung mit Bauleitung, Fachplanern und Prüfinstanzen. Gleichzeitig trägt es dazu bei, Ausführungen nachvollziehbar zu dokumentieren und Schnittstellen zwischen den Gewerken klar zu definieren.
Der Lehrgang zur zertifizierten Brandschutzfachkraft stellt damit eine fachliche Ergänzung dar, die insbesondere bei komplexen Bauvorhaben und anspruchsvollen Brandschutzdetails relevant ist.





Kommentare