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Brandschutz Schulung: Teilnahme am b.i.o. Fachverarbeiterlehrgang

  • 19. Juni 2017
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 26. Jan.

Am 20. Juni 2017 nahmen mehrere unserer Mitarbeiter an einer Brandschutz Schulung in Form des b.i.o. Fachverarbeiterlehrgangs teil. Ziel der Schulung war es, bestehendes Fachwissen im baulichen Brandschutz zu vertiefen, neue Systemlösungen kennenzulernen und ein einheitliches Verständnis für normgerechte Ausführung und Dokumentation zu festigen.


Der Lehrgang richtete sich an ausführende Fachkräfte und behandelte typische Aufgabenstellungen aus dem Baustellenalltag. Im Mittelpunkt standen praxisrelevante Brandschutzsysteme, deren korrekte Anwendung sowie die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die bei der Ausführung von Abschottungen zu berücksichtigen sind.



Anlass und Ziel der Brandschutz Schulung


Der b.i.o. Fachverarbeiterlehrgang bot einen strukturierten Rahmen, um Inhalte aus dem baulichen Brandschutz systematisch aufzuarbeiten. Für uns stand dabei nicht ein theoretischer Überblick im Vordergrund, sondern der konkrete Bezug zur täglichen Arbeit auf Baustellen und in Bestandsgebäuden.


Ziele der Brandschutz Schulung waren unter anderem:

  • Auffrischung und Erweiterung des Fachwissens zu aktuellen Brandschutzsystemen

  • Vertiefung der Anforderungen an Abschottungen von Kabeln, Rohren und Kombidurchführungen

  • Einheitliches Verständnis für normgerechte Ausführung und Dokumentation

  • Klärung typischer Detailfragen, die sich in der Praxis ergeben


Gerade im baulichen Brandschutz entscheidet oft die fachgerechte Ausführung im Detail darüber, ob ein System seine Funktion im Brandfall erfüllt. Die Schulung setzte daher bewusst an den Schnittstellen zwischen Planung, Materialwahl und handwerklicher Umsetzung an.



Geschulte Systeme und Anwendungsbereiche im baulichen Brandschutz


Ein zentraler Bestandteil des Fachverarbeiterlehrgangs war die Schulung unterschiedlicher Systeme zur Abschottung von Kabeln und Rohren. Behandelt wurden sowohl Einzel- als auch Kombilösungen, wie sie in technischen Räumen, Schächten oder Decken- und Wanddurchführungen regelmäßig vorkommen.


Zu den geschulten Inhalten zählten unter anderem:

  • Abschottung von Kabeldurchführungen

  • Rohrabschlüsse im Brandschutz, einschließlich metallischer und nichtmetallischer Rohrleitungen

  • Kombidurchführungen für gemischte Medienführungen

  • Brandschutz an Kabeltrassen

  • Fugen und Fugensysteme im Brandschutz


Darüber hinaus wurden Brandschutzlösungen für unterschiedliche Bauteile betrachtet, darunter Holz-, Stahl- und Massivbauteile. Anhand typischer Anwendungsfälle aus dem Baualltag wurde deutlich, wie stark sich die Systemwahl an Bauteil, Durchdringung und Einbausituation orientieren muss.



Praxisorientierter Aufbau der Brandschutz Schulung


Der Lehrgang war praxisnah aufgebaut und kombinierte theoretische Grundlagen mit anwendungsbezogenen Beispielen. Neben der Vorstellung der einzelnen Systeme lag ein Schwerpunkt auf der Systemlogik:

  • Aufbau und Funktionsweise der Abschottungssysteme

  • Grenzen und Einsatzbereiche der jeweiligen Lösungen

  • Anforderungen an Untergrund, Bauteil und Einbausituation


Ein weiterer wichtiger Punkt war die fachgerechte Verarbeitung. Dabei wurden typische Fehlerquellen angesprochen, die in der Praxis immer wieder auftreten – etwa unzureichende Vorbereitung der Öffnungen, falsche Materialkombinationen oder Abweichungen von den Systemvorgaben.


Auch die Dokumentation von Brandschutzmaßnahmen war Bestandteil der Schulung. Sie spielt eine zentrale Rolle bei Abnahmen, Prüfungen und späteren Änderungen im Gebäude. Die Schulung verdeutlichte, welche Angaben erforderlich sind und wie eine nachvollziehbare Dokumentation aufgebaut sein sollte.



Normenverständnis und technische Einordnung


Neben der praktischen Anwendung wurde im Rahmen der Brandschutz Schulung auch das Verständnis für normative und bauaufsichtliche Anforderungen vertieft.


Behandelt wurden unter anderem:

  • Brandschutztechnische Klassifizierungen nach DIN 4102 und EN 13501

  • Grundzüge der MLAR/LAR im baulichen Brandschutz

  • Zusammenhang zwischen Bauteil, Durchdringung und zugelassenem System


Ein zentrales Thema war die Abgrenzung zulässiger Systemlösungen. Nicht jede Abschottung ist für jede Einbausituation geeignet. Die Schulung vermittelte, wie Systeme korrekt zugeordnet werden und welche Randbedingungen einzuhalten sind, damit die brandschutztechnische Funktion gewährleistet bleibt.


Dieses Normenverständnis ist besonders für die Abstimmung mit Planern, Bauleitern und Prüfstellen relevant und hilft dabei, Ausführungen fachlich nachvollziehbar zu begründen.




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