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Brandschutz-Weiterbildung: Rückblick auf den Brandschutztag 2024

  • Autorenbild: Hüfner GmbH
    Hüfner GmbH
  • 26. Sept. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Jan.

Am 25. Juli 2024 haben wir einen internen Brandschutztag durchgeführt, um aktuelle Entwicklungen im baulichen Brandschutz aufzugreifen und gemeinsam mit unseren Monteuren zu vertiefen. Die Brandschutz Weiterbildung fand im Gasthaus Brust statt und war als kompakter Arbeitstag von 8:00 bis 16:30 Uhr angelegt.


Ziel war es, konkrete fachliche Inhalte zu vermitteln, typische Ausführungssituationen zu besprechen und den Austausch zwischen Herstellern und Ausführungsebene zu ermöglichen. Insgesamt nahmen 26 Monteure aus dem laufenden Baustellenbetrieb teil.



Anlass und Rahmen der Brandschutz Weiterbildung


Der Brandschutztag war als praxisorientierte Brandschutz Schulung konzipiert. Im Mittelpunkt standen Themen, die im Arbeitsalltag regelmäßig auftreten: Leitungsdurchführungen, Abschottungssysteme, normative Vorgaben und deren Umsetzung auf der Baustelle.


Ein Teil der Präsentationen wurde zweisprachig in Deutsch, Englisch und Polnisch gehalten. Damit wurde sichergestellt, dass alle Teilnehmer die Inhalte vollständig nachvollziehen konnten – insbesondere vor dem Hintergrund international besetzter Baustellenteams.


Die Veranstaltung gliederte sich in mehrere Fachblöcke, die jeweils von spezialisierten Herstellern aus dem Bereich des baulichen Brandschutzes gestaltet wurden. Diese Struktur ermöglichte es, sowohl Grundlagen als auch Detailfragen systematisch zu behandeln.



Abschottungen nach LAR und fachgerechte Fugenausbildung


Den ersten Themenblock gestaltete die Rudolf Hensel GmbH mit dem Schwerpunkt Abschottungen nach LAR sowie Fugenlösungen im Brandschutz. Behandelt wurden unter anderem die grundlegenden Anforderungen der Leitungsanlagen-Richtlinie (LAR) und deren Bedeutung für die Ausführung auf der Baustelle.


Ein zentraler Punkt war die korrekte Ausbildung von Fugen in brandabschnittsbildenden Bauteilen. Dabei ging es nicht nur um die Auswahl geeigneter Systeme, sondern auch um typische Übergangssituationen, etwa zwischen Wand und Decke oder bei nachträglichen Durchführungen.

Besprochen wurden zudem häufige Fehlerquellen, die bei der Ausführung auftreten können, sowie deren Auswirkungen auf den brandschutztechnischen Nachweis. Der Fokus lag dabei stets auf der sauberen, normgerechten Umsetzung und der Abstimmung mit angrenzenden Gewerken.



Kabel- und Rohrabschottungen für unterschiedliche Leitungsarten


Im zweiten Fachblock stellte die Flamro Brandschutz-Systeme GmbH verschiedene Lösungen für Kabelabschottungen und Rohrabschottungen vor. Thematisiert wurden sowohl Einzel- als auch Kombiabschottungen, die im Neubau und im Bestand zum Einsatz kommen.


Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Brandschutzbandagen sowie auf Rohabschottungen für nicht brennbare und brennbare Leitungen. Anhand konkreter Beispiele wurden typische Einbausituationen erläutert, wie sie auf Baustellen regelmäßig vorkommen.


Besonderes Augenmerk galt der Auswahl geeigneter Systeme in Abhängigkeit von Leitungsart, Bauteil und Einbausituation. Dabei wurde auch auf die Bedeutung einer nachvollziehbaren Dokumentation eingegangen, die für Abnahmen und spätere Prüfungen erforderlich ist.


Diese Inhalte knüpfen direkt an den Alltag unserer Monteure an und sind fester Bestandteil jeder Brandschutz Weiterbildung, die auf praktische Umsetzbarkeit ausgerichtet ist.



Kabelboxen und MLAR: Anforderungen sicher umsetzen


Der dritte Themenblock wurde von der Wichmann Brandschutzsysteme GmbH & Co. KG gestaltet. Im Mittelpunkt standen der Einbau von Kabelboxen sowie die Anforderungen der Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR).

Zunächst wurden die grundlegenden Inhalte der MLAR erläutert und deren Bedeutung für Planung und Ausführung eingeordnet. Dabei wurde klar zwischen normativen Anforderungen und herstellerspezifischen Zulassungen unterschieden – ein Punkt, der in der Praxis häufig zu Unsicherheiten führt.

Anhand konkreter Einbaubeispiele wurde gezeigt, wie Kabelboxen korrekt montiert werden und welche Reihenfolge bei der Ausführung einzuhalten ist. Ebenso wurde auf die Bedeutung einer lückenlosen Dokumentation eingegangen, um die Nachvollziehbarkeit der ausgeführten Arbeiten sicherzustellen.



Schlusswort


Der Brandschutztag war bewusst als kompakte Brandschutz Fachtagung im internen Rahmen angelegt. Die vermittelten Inhalte lassen sich direkt auf typische Baustellensituationen übertragen – unabhängig davon, ob es sich um Neubauprojekte oder Arbeiten im Bestand handelt.


Zum Abschluss des Brandschutztages bedanken wir uns bei den Referenten der Rudolf Hensel GmbH, Flamro Brandschutz-Systeme GmbH und Wichmann Brandschutzsysteme GmbH & Co. KG für die fachlich fundierten und praxisnahen Beiträge.


Folglich können Sie die im Rahmen der Brandschutz Weiterbildung verwendeten Unterlagen sowie die Schulungsnachweise gerne einsehen.





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