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Brandschutzfenster F30: Schulung zum Knauf FireWin F30 Fertigfenster

  • Autorenbild: Hüfner GmbH
    Hüfner GmbH
  • 11. März 2020
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Jan.

Am 11. März 2020 hat die Hüfner Brandschutz GmbH erfolgreich an der Schulung „Fachgerechter Einbau System FireWin“ teilgenommen. Die Schulung wurde durch die Knauf Gips KG durchgeführt und richtete sich an Fachunternehmen, die Brandschutzfenster F30 gemäß Zulassung einbauen.


Im Mittelpunkt stand das Fertigfenstersystem Knauf FireWin F30, das speziell für den Einsatz in leichten Trennwänden entwickelt wurde. Ziel der Schulung war es, den systemgerechten Aufbau, die zulassungskonforme Montage sowie die Besonderheiten im Zusammenspiel mit Trockenbaukonstruktionen praxisnah zu vermitteln.



Anlass der Schulung und Einordnung des Systems FireWin F30


Brandschutzfenster F30 kommen überall dort zum Einsatz, wo transparente Bauteile in brandschutzrelevanten Trennwänden erforderlich sind. Im Trockenbau betrifft das häufig Flurwände, Bürotrennwände oder Bereiche mit erhöhten Anforderungen an den baulichen Brandschutz.


Das System FireWin F30 ist auf den ersten Blick kaum von herkömmlichen Fertigfenstern wie EasyWin zu unterscheiden. Der Unterschied liegt jedoch im Inneren: Während Standardfenster keine Feuerwiderstandsdauer erfüllen, bietet das FireWin F30 eine geprüfte Widerstandsdauer von 30 Minuten.


Die Schulung diente der klaren Abgrenzung zwischen optischer Ähnlichkeit und funktionalem Unterschied. Gerade bei Brandschutzfenstern F30 ist es entscheidend, dass alle Systemkomponenten – Fenster, Wandaufbau und Anschlüsse – exakt aufeinander abgestimmt sind.



Herstellerhintergrund – Knauf Gips KG und systemischer Brandschutz


Die Knauf Gips KG ist ein Hersteller von Baustoffsystemen für den Innenausbau und Trockenbau. Zum Produktportfolio gehören unter anderem Gipsplatten, Wand- und Deckensysteme sowie geprüfte Lösungen für den baulichen Brandschutz.


Im Bereich Brandschutz verfolgt Knauf einen systemischen Ansatz: Einzelne Bauteile werden nicht isoliert betrachtet, sondern immer als Bestandteil einer geprüften Gesamtkonstruktion. Brandschutzfenster F30 wie das FireWin sind daher nur in Kombination mit definierten Wandaufbauten, Anschlussdetails und Montagevorgaben zulässig.


Herstellerschulungen wie die zum System FireWin F30 haben das Ziel, diese Zusammenhänge verständlich zu vermitteln und die Umsetzung der Zulassungsanforderungen in der Praxis sicherzustellen.



Technischer Aufbau des Knauf FireWin F30 Brandschutzfensters


Das FireWin F30 Fertigfenster ist als Aluminium-Monoblockelement ausgeführt und wird werksseitig dreifach verglast geliefert. Der Aufbau ist klar definiert und Bestandteil der Zulassung.

Die äußeren Scheiben bestehen aus 6 mm Einscheibensicherheitsglas. Sie schließen bündig mit der Oberfläche der Trockenbauwand ab und ermöglichen eine plane Wandansicht ohne zusätzliche Abdeckprofile.


Als Mittelscheibe kommt eine 11 mm starke Verbundglasscheibe Pyranova S2.0.11 zum Einsatz. Ergänzt wird der Glasaufbau durch integrierte Streifen, die im Brandfall aufschäumen und so zur Feuerwiderstandsfähigkeit beitragen.

Ein weiterer technischer Vorteil ist die werkseitige Fertigung: Die Elemente werden bereits in der Produktion innen gereinigt. Dadurch entstehen keine Staubeinschlüsse oder Fingerabdrücke zwischen den Gläsern – ein Detail, das insbesondere bei transparenten Bauteilen im Innenbereich relevant ist.



Brandschutzklassifizierung und Zulassung des Systems


Das FireWin F30 erfüllt die Anforderungen der Feuerwiderstandsklasse F30 und ist über eine umfangreiche Zulassung des DIBt abgedeckt. Diese Zulassung definiert nicht nur das Fenster selbst, sondern auch die zulässigen Wandkonstruktionen, Einbausituationen und Anschlussdetails.


Relevant sind dabei unter anderem:

  • die Kombination aus Rahmen, Verglasung und Wandaufbau

  • die Einhaltung definierter Einbaumaße

  • die systemkonforme Ausführung der Anschlüsse


Optisch ähnliche Fenster ohne entsprechende Prüfung erfüllen diese Anforderungen nicht. Bei Brandschutzfenstern F30 entscheidet nicht das Erscheinungsbild, sondern die geprüfte Systemleistung.



Anforderungen an den Einbau von Brandschutzfenstern F30


Nach Zulassung dürfen FireWin F30 Verglasungsrahmen ausschließlich durch geschulte, eingewiesene oder erfahrene Fachunternehmer eingebaut werden. Diese Vorgabe war ein zentraler Bestandteil der Schulung.


Behandelt wurden unter anderem:

  • der zulassungskonforme Einbau in leichte Trennwände

  • die korrekte Einbindung in den Wandaufbau

  • typische Montagefehler und deren Auswirkungen auf die Brandschutzfunktion


Die fachgerechte Montage ist entscheidend für die Funktionssicherheit im Brandfall und für eine rechtssichere Abnahme. Abweichungen vom System können dazu führen, dass die Feuerwiderstandsdauer nicht erreicht wird.



Systemverständnis als Grundlage für wirksamen Brandschutz


Brandschutzfenster F30 sind keine austauschbaren Standardbauteile. Sie sind Bestandteil geprüfter Gesamtsysteme, bei denen jedes Detail eine Rolle spielt. Die Schulung zum System FireWin F30 hat gezeigt, wie eng technische Ausführung, Montagepraxis und Zulassungsanforderungen miteinander verknüpft sind.


Gerade im Trockenbau, wo viele Bauteile industriell vorgefertigt wirken, entscheidet die konsequente Umsetzung der Vorgaben darüber, ob ein Brandschutzkonzept im Ernstfall funktioniert. Für unsere tägliche Arbeit bedeutet das: präzises Arbeiten, klares Systemverständnis und eine saubere handwerkliche Ausführung – auch bei Bauteilen, die im fertigen Gebäude kaum auffallen, im Brandfall jedoch eine zentrale Funktion übernehmen.



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