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Brandschutzschulung passive Brandschutzsysteme: Fachkenntnisse zu HENSOTHERM und HENSOMASTIK

  • Autorenbild: Hüfner GmbH
    Hüfner GmbH
  • 13. März 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 13. Jan.

Am 7. Februar 2023 haben Mitarbeiter von Hüfner Isolierungen an einer theoretischen Brandschutzschulung des Herstellers Rudolf Hensel GmbH teilgenommen. Im Mittelpunkt standen die passiven Brandschutzsysteme HENSOTHERM und HENSOMASTIK. Ziel der Schulung war es, systembezogene Fachkenntnisse zu vertiefen und ein einheitliches Verständnis für zugelassene Anwendungen, Grenzen und typische Ausführungsdetails zu schaffen.



Anlass und fachlicher Kontext der Brandschutzschulung


Die Schulung fand vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an den baulichen Brandschutz statt. In vielen Projekten sind Abschottungen, Beschichtungen und systemgebundene Lösungen nicht nur Nebenleistungen, sondern integrale Bestandteile der Planung. Entsprechend wichtig ist es, die zugelassenen Systeme zu verstehen – nicht abstrakt, sondern konkret bezogen auf ihren Einsatz im Gebäude.


Die Schulung wurde durch den Hersteller durchgeführt und fokussierte bewusst systembezogenes Wissen statt allgemeiner Brandschutztheorie. Für Bauherren und Planer ist ein einheitlicher Wissensstand entscheidend: Nur so lassen sich Details sauber planen, ausführen und prüfen. Die Brandschutzschulung passive Brandschutzsysteme diente damit dem Wissenstransfer und der fachlichen Einordnung realer Anwendungsfälle.



Grundlagen passiver Brandschutzsysteme im baulichen Umfeld


Passiver Brandschutz unterscheidet sich grundlegend vom aktiven Brandschutz. Während aktive Systeme (z. B. Brandmelde- oder Löschanlagen) Ereignisse erkennen oder bekämpfen, zielt passiver Brandschutz darauf ab, die Ausbreitung von Feuer und Rauch baulich zu begrenzen.


Im Gebäude übernehmen passive Brandschutzsysteme mehrere Funktionen:

  • Erreichen definierter Feuerwiderstandsklassen,

  • Rauch- und Hitzeabschottung an Durchdringungen,

  • Sicherung von Flucht- und Rettungswegen.


Typische Einsatzbereiche sind Kabel- und Rohrdurchführungen, Fugen sowie Wand- und Deckendurchbrüche. Entscheidend ist dabei nicht das einzelne Produkt, sondern die systemkonforme Anwendung. Prüfzeugnisse, Zulassungen und Normen – etwa nach DIN EN 1366 – definieren genau, unter welchen Bedingungen ein System eingesetzt werden darf. Diese Grundlagen bildeten den fachlichen Rahmen der Schulung.



Schulungsinhalte zu HENSOTHERM und HENSOMASTIK


Im Mittelpunkt standen die Systeme

  • HENSOTHERM (Brandschutzbeschichtungen) und

  • HENSOMASTIK (Brandschutzmassen und Abschottungen)


Vermittelt wurden unter anderem:

  1. Systemaufbau und Wirkungsweise der jeweiligen Produkte,

  2. zugelassene Anwendungsbereiche und Einsatzgrenzen,

  3. Anforderungen aus Prüfzeugnissen und allgemeinen Bauartgenehmigungen (aBG).


Ein Schwerpunkt lag auf dem Verständnis für Materialkombinationen, Schichtaufbauten und Mindestdicken. Anhand von Beispielen wurden typische Fehlerquellen aufgezeigt, etwa unzulässige Abweichungen vom geprüften Aufbau oder unklare Schnittstellen zu angrenzenden Gewerken.

Für die Zusammenarbeit mit Planung, Bauleitung und Prüfstellen ist dieses Detailwissen wesentlich. Es erleichtert die fachliche Abstimmung und sorgt dafür, dass brandschutztechnische Lösungen nachvollziehbar dokumentiert werden können.



Übertragung des Schulungswissens in die Baustellenpraxis


Auch wenn die Schulung theoretisch angelegt war, zielten die Inhalte klar auf die praktische Umsetzung ab. Einheitliche Systemkenntnisse bilden die Grundlage für eine saubere Detailausbildung auf der Baustelle – insbesondere dort, wo mehrere Gewerke aufeinandertreffen.

In der Praxis zeigt sich, dass viele Nacharbeiten aus Missverständnissen über Systemgrenzen entstehen. Die Schulung hat geholfen, diese Grenzen klarer zu erkennen und typische Konfliktpunkte frühzeitig zu benennen. Das betrifft insbesondere:

  • komplexe Durchdringungssituationen,

  • Bestandsbauten mit uneinheitlichen Untergründen,

  • Anpassungen an bereits ausgeführte Bauteile.


Die Brandschutzschulung passive Brandschutzsysteme unterstützt damit eine Ausführung, die sich an geprüften Systemen orientiert und nicht an improvisierten Einzellösungen.



Einordnung für Bauherren, Planer und Projektpartner


Für Bauherren und Planer schafft die Teilnahme an systembezogenen Schulungen Transparenz. Sie zeigt, auf welcher fachlichen Grundlage brandschutztechnische Leistungen ausgeführt werden. Systemkenntnis bedeutet:

  • höhere Planungssicherheit,

  • Ausführung gemäß Zulassung,

  • nachvollziehbare Abnahmeprozesse


Gleichzeitig erleichtert sie die Kommunikation auf technischer Ebene. Statt Auslegungsspielräume auf der Baustelle zu diskutieren, kann auf definierte Systemanforderungen Bezug genommen werden. Das reduziert Reibungsverluste und schafft Klarheit in der Projektabwicklung.




Normenverständnis als Grundlage für Ausführungssicherheit


Die Schulung hat vor allem das Verständnis für normativ gebundene Systeme geschärft. Im passiven Brandschutz entscheidet nicht das Produktversprechen, sondern die regelkonforme Anwendung im geprüften System. Dieses Wissen ist eine wichtige Grundlage, um brandschutztechnische Details sicher umzusetzen und Schnittstellen zwischen Planung, Ausführung und Prüfung sauber zu bedienen – besonders bei Projekten mit erhöhtem Koordinationsbedarf.



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